Tipps und Tricks rund um die Fotografie


Allgemeine Grundlagen für Einsteiger

Die Sache mit der Blende und mehr...


Es geht in diesem Artikel nicht um das "Warum und Weshalb" und ist keine detailierte Einführung in die Fotografie!

 

Ich möchte einfach ein paar Tipps geben, die auch mir am Anfang sehr geholfen haben. Im Laufe der Zeit werde ich

die Seite erweitern.

 

Fangen wir also an:

 

Man schnappt seine Kamera und geht raus in die Natur, fotografiert Landschaften, Tiere, Blüten oder möchte in der Architekturfotografie Gebäude gut in Szene setzen. Entweder im Detail oder auch als Ganzes. Wenn man dann am

heimischen Computer seine Bilder aus der Kamera lädt, ist man manchmal enttäuscht, wenn die Fotos nicht das

widergeben, was man durch den Sucher gesehen hat.

 

Woran liegt das?

Nehmen wir an, wir wollen ein Gebäude fotografieren. Zu beachten ist z.B. dabei der Aufnahmestandpunkt, also da wo

wir stehen, wenn wir fotografieren. Dazu kommt die Brennweite des Objektives. Dies zusammen bestimmt nämlich die Perspektive!

Vom gleichen Standpunkt aus ergeben verschiedene Brennweiten auch unterschiedliche Bildausschnitte. Ein Weitwinkelobjektiv erfasst einen großen Teil des Gebäudes und sehr viel Vordergrund. Mit dem Teleobjektiv erfasst

man ein Detail, z.B. ein Fenster oder einen Bruchteil des Gebäudes. Die Perspektive bleibt die gleiche, wenn wir unseren Aufnahmestandpunkt nicht ändern!

 

Wenn wir allerdings unseren Standpunkt wechseln, verschiedene Brennweiten wählen, ergeben sich immer wieder verschiedene Perspektiven. Es lohnt sich also, sein Objekt zu umkreisen, auch mal in die Knie zu gehen um die beste Perspektive zu ermitteln und auch mit den Brennweiten zu spielen. Niemals sollte man bei den Zoom-Objektiven nur

an das Weitwinkel-oder Tele-Ende fahren, denn dann verpasst man einen großen Gestaltungsspielraum.

Blende f/8 - Brennweite 20,0 mm-Objektiv 10-20 mm

Die Blende

Jedes Objektiv besitzt eine Blende!

 

Verwirrung bei Anfängern stiftet immer wieder der Begriff "Blende"! Große Blende? Kleine Blende? Ist groß Blende 22?

 

Ist klein Blende 2,8?

 

Die Antwort lautet: NEIN! Es ist genau umgekehrt!

 

Im Objektiv gibt es ganz dünne Lamellen aus Metall, die eine stufenlose Verringerung der Öffnung erlauben, praktisch ein Loch mit variabler Größe. Je nach Lichtverhältnissen ist dieses Loch weiter geöffnet oder weiter geschlossen.

 

Je kleiner die Öffnung, umso höher ist die Blendenzahl!

 

Die gewählte Blende hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Foto und auf die Bildgestaltung!

 

Möchten wir eine durchgängige Tiefenschärfe in unserem Bild haben, also von vorne bis hinten alles scharf darstellen, wählen wir eine kleine Blende = hohe Blendenzahl. Möchten wir den Hintergrund in Unschärfe tauchen und nur das Hauptmotiv scharf haben, wählen wir eine große Blende = kleine Blendenzahl.

 

Große Blende - Kleine ( niedrige ) Blendenzahl - offene Blende - Geringe Tiefenschärfe

 

f/2,8 - f/4 - f/5,6

 

Kleine Blende - Große (hohe ) Blendenzahl - geschlossene Blende - Große Tiefenschärfe

 

f/8 - f/11 - f/16 - f/22 - f/33

Beispiel Blende 22 und Blende 5.0

Bei Blende 22 kommt die Rosenmalve als Hauptmotiv nicht so recht zur Geltung, weil der unruhige Hintergrund stört. Man spricht von hoher Schärfentiefe

Bei Blende 5.0 verschwimmt der Hintergrund schön in Unschärfe und das Hauptmotiv - die Rosenmalve kommt

gut zur Geltung. Man spricht von geringer Schärfentiefe


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